Corona-Impfungen

Sehr geehrte Patienten, 

 

uns erreichen zur Zeit verständlicherweise viele Fragen zu den Corona-Impfungen. Die meist gestellten Fragen beantworten wir nachstehend in unseren FAQ (Frequently Asked Questions)

 

Soll ich mich überhaupt impfen lassen?

- Grundsätzlich kann man diese Frage klar mit "Ja" beantworten (wenn wir mal die Kinder ausklammern, da es für diese Gruppe noch keine zugelassenen Impfstoffe gibt). Das Coronavirus SARS-CoV2 hat unser aller Leben grundsätzlich verändert. Mit den sehr wirksamen Impfstoffen haben wir eine zuverlässige und sichere Hilfe im Kampf gegen diese Virusinfektion. Da alle Altersgruppen vom Virus betroffen sind, also entweder mit einem schweren Verlauf oder als (symptomloser) Überträger, wird grundsätzlich für alle Gruppen eine Impfung empfohlen. Da aber zu Beginn der Impfkampagne nicht ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen, müssen am Anfang bestimmte Kriterien gefunden werden, die eine Priorisierung zulassen. 

 

Nach welchen Kriterien werden die Impfstoffe priorisiert abgegeben?

Nach der Impfverordnung vom 8.2.2021 wird nach drei Prioritätsgruppen unterschieden: 

1. Schutzimpfungen mit höchster Priorität: 

 

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

2. Schutzimpfungen mit hoher Priorität: 

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%), Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen untergebracht oder tätig sind 
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

3. Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität:

  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen (Remissionsdauer mind. 5 Jahre), Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5%), Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, in den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder bei Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland tätig sind
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte tätig sind
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

 

 (Quelle: Bundesgesundheitsministerium; Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung - BMG (bundesgesundheitsministerium.de)

 

Aktuell wird noch in der 1. Gruppe geimpft. Diese Risikogruppe wird aber zunehmend durchgeimpft sein in den nächsten Wochen, sodass in die 2. Gruppe übergegangen wird. Entnehmen Sie hier bitte auch aktuelle Informationen aus der Presse. Wir werden hier auch aktuell informieren. 

 

Wo kann ich mich impfen lassen? Wie mache ich einen Termin?

 

Momentan werden alle Impfungen entweder durch die Impfzentren oder mit mobilen Impfteams (gehören zum Impfzentrum und suchen z.B. Pflegeheime auf um dort Impfungen durchzuführen) durchgeführt.

Die Terminvereinbarung geht ausschließlich entweder über die Hotline 116 117 oder über die Internetpräsenz www.impfterminservice.de.

 

Wann kann ich mich in der Hausarztpraxis impfen lassen? 

 

Die öffentliche Diskussion berücksichtigt im Moment auch die Möglichkeit, dass kurz- bis mittelfristig auch in den Hausarztpraxen, bzw. in den spezialisierten Corona-Schwerpunktpraxen (wie unsere) stattfinden werden. Hintergrund ist der zu vermutende Anstieg der gelieferten Impfdosen in den folgenden Wochen, sodass die Impfzentren ggf. überlastet sein könnten. Wie immer, werden wir in einem solchen Fall rechtzeitig auf unseren gewohnten Kanälen informieren, wie wir uns hier beteiligen. Unser Ziel ist es, Ihnen sobald wie möglich und komfortabel eine Impfung ermöglichen zu können. 

 

Ihr Team der Praxis Dr. Rau & Kollegen

Dr. med. Alexander Rau